„Woher kommen eure Hunde?
Diese Frage hören wir immer wieder und möchten daher hier unsere Tierheime vorstellen:

Die Situation in Spanien ist mit der in unseren Tierheimen in Deutschland nicht vergleichbar, denn leider gibt es immer noch viele Perreras.
Perreras sind Aufbewahrungsstätten für aufgefundene Haustiere. Wir nennen sie Tötungsstationen, denn dies ist die Funktion dieser Einrichtungen.  Seit 2007 verbietet das neue Tierschutzgesetz die Tötung von Hunden und Katzen, allerdings nur in Katalonien. Ausnahme sind z.B. an Leishmaniose erkrankte oder aggressive Tiere. Das Einschläfern muss vom Tierarzt unter den im Tierschutzgesetz festgelegten Bestimmungen durchgeführt werden. Da die meisten Gemeinden nicht auf das Tötungsverbot vorbereitet waren (behauptet man), baten viele um eine Verlängerung der Einführungsfrist. Die Dunkelziffer von trotzdem getöteten Tieren ist unseres Erachtens immer noch sehr hoch.
Als Ergebnis der spontanen Käufe und des großen Angebots von süßen Welpen von Hundevermehrern und Billigimporten und der daraus resultierenden Hundeflut, scheint dies der hilflose Versuch der spanischen Regierung zu sein, die Lage zu regulieren.Die Tötung der Hunde erfolgt nicht immer mit „humanen“ Mitteln. In Katalonien sind das größte Problem die privaten Perreras, die von einer Privatperson zur Gewinnerzielung geführt werden. Hier kontrolliert niemand die Tötungen und die Methoden. Hauptsache der Hund ist billig weg.

Doch mittlerweile stehen die Perreras der Gemeinden in Katalonien unter der Leitung von Tierschützern, die zumindest die Versorgung der Hunde gewährleisten. Des weiteren sind diese Tierschützer sehr bemüht, Hunde aus den Perreras vor Ablauf ihrer Frist zu vermitteln.

Tiere in Spanien e.V. arbeitet eng mit spanischen Tierschützern zusammen und holt die Hunde und Katzen aus den privaten Perreras und Tierheimen in der Umgebung von Barcelona raus. Wir unterstützen sie bei der Versorgung und der tierärztlichen Betreuung vor Ort bis die Tiere ein eigenes Zuhause oder eine Pflegestelle in Deutschland gefunden haben.

 

Aus diesen Tierheimen stammen unsere Schützlinge:

Perrera Sircan

Animals Sense Sostre

Seproan Sallent

Unterstützung in Deutschland

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BmT- Bund gegen Missbrauch der Tiere

Leider haben wir kein eigenes Tierheim in Deutschland, würden hier doch viele unserer Schützlinge deutlich schneller die Chance auf eine gute Vermittlung bekommen. Jedoch dürfen wir stolz das Franziskus-Tierheim in Hamburg als einen unserer Partner vorstellen. Seit einigen Jahren sind unsere 1. Vorsitzende Sabine Löwenstrom und der 2. Vorsitzende des BmT (Bund gegen Missbrauch der Tiere) Frank Weber eng miteinander befreundet und setzen sich gemeinsam für den Tierschutz in Spanien und Deutschland ein. Wir haben das große Glück, dass wir hier immer wieder einige unserer Hunde unterbringen dürfen, die dann vom Franziskustierheim in gute Hände vermittelt werden und so oft viel schneller dem Tierheimleben entfliehen können. Häufig handelt es sich dabei um gerade die Hunde, die bei uns leider immer wieder übersehen werden.

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Frank hat Sabine auch bei ihrem letzten Besuch in Spanien begleitet und sich so selbst ein Bild von der Lage vor Ort verschafft.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit bedanken.