Heute möchten wir von einer traurigen Geschichte berichten, vielleicht hat der Eine oder Andere unter Euch bereits mitbekommen, was in den letzten Tagen in Barcelona so vor sich ging.

Am 18.12.2018 wurde die Hündin Minesota, die treue Begleiterin eines jungen Mannes, der auf der Straße selbstgemachte Armbänder verkauft, durch einen Kopfschuss aus der Waffe eines Polizisten getötet. Der junge Mann wurde von den Polizisten kontrolliert, was danach geschah ist in den Medien nicht eindeutig geklärt und wir möchten uns keinen Spekulationen anschließen. Im Laufe des Geschehens zog der Polizist jedoch seine Waffe, seiner Aussage zu Folge habe die Hündin ihn angegriffen, und schoss ihr in den Kopf. Doch die Hündin lebte noch, man hat sie einfach verbluten lassen.

Die Hündin Minesota (Quelle: Privates Bild von Tauri Ruusalu https://www.facebook.com/profile.php?id=100008136768066)

Passanten berichten der Hund sei nervös gewesen, habe jedoch nicht angegriffen. Auch Anwohner, die den jungen Mann und seine Hündin täglich trafen, geben an, wie freundlich und verspielt die Hündin war, sie habe niemals Aggressionen gezeigt.

Dem jungen Mann wurde in dieser Sekunde alles genommen was er hatte, seine Beste Freundin, seine Partnerin, seine Vertraute.
In Barcelona gingen am Mittwoch Menschen auf die Straße um Ihre Loyalität zu demonstrieren und eine unabhängige Untersuchung des tragischen Geschehens einzufodern.

Mónica hat uns eine Petition weitergeleitet und bittet uns zu unterschreiben, dafür dass die Ermittlung korrekt durchgeführt werden und dieser Polizist, der so leichtfertig ein Leben auslöschte, aus dem Polizeidienst entlassen wird. Ihr findet diese Petition hier: http://chng.it/Z5y5r9Zd

Hier findet man einen spanischen Bericht https://www.publico.es/sociedad/sota-dueno-sota-asegura-perra-no-mordio-policia.html?fbclid=IwAR0XUGVObUM1rOfGBghcfjK8JCHvAN4fXBvbgNSGfhNMs9NFfgapTmPeHGA

Hier gibt es einen Bericht in deutscher Sprache, leider konnte ich keine weiteren Berichte finden. https://www.20min.ch/panorama/news/story/Polizist-erschiesst-Hund-von-Obdachlosem-27397759



Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und wir möchten unsere Gedanken schweifen lassen und auf ein weiteres Jahr mit Höhen und Tiefen zurück blicken.

In diesem Jahr mussten wir von einigen wundervollen Seelen Abschied nehme. Es trifft uns immer sehr, wenn wir Ihnen keinen Lebensabend in einer liebevollen Familie schenken konnten. So  denken wir an unseren Tulum zurück, der noch im März im Tierheim Geburtstag „feiern“ durfte und schließlich im April den Weg über die Regenbogenbrücke gehen musste.  Er war für viele Mitarbeiter in Spanien eine Inspiration, denn er verlor über all die Jahre nie seine Lebensfreude. So hinterließ Tulum ein großes Loch in unseren Tierschutzherzen und wir wollen in seinem Gedenken weitermachen und uns auch weiter für die verlorenen Seelen einsetzen.

Die Freude über jeden Hund, der in sein großes Glück aufbrechen darf, lässt uns Jahr für Jahr weitermachen. Doch es gibt dazu noch diese ganz besonderen Fälle.
Wir denken da zum Beispiel an Gaston. Im Juni durfte er den Tierheimzwinger, den er 6 Jahre bewohnte, endlich gegen ein echtes Zuhause tauschen und die Gitter für immer hinter sich lassen. Er lebt seither bei Murielle und Michael auf einer Pflegestelle und ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Rudels geworden. Seine Lebenslust kommt zurück und er blüht mit seinen 12 Jahren nochmal richtig auf.
Diese Geschichten sind es, die uns Mut machen und Freude schenken. So durfte vor einigen Wochen auch der kleine Ron in eine Pflegestelle umziehen und kommt dort immer mehr zur Ruhe. Er wurde beschlagnahmt, lebte mit 400 anderen Hunden zusammen und ist noch immer sehr schüchtern und von der Vergangenheit geprägt. Wir haben durch unsere wundervollen Pflegestellen trotzdem die Möglichkeit, solchen Hunden eine Chance zu schenken und sind sehr dankbar für alle, die auf unbestimmte Zeit ihr Herz verschenken und so viel Zeit und Kraft in diese verlorenen Hundeseelen fließen lassen.

Doch es gibt auch ein paar Wermutstropfen.
Insgesamt nehmen auch bei uns die Vermittlungszahlen  ab und wir mussten einige Umstrukturierungen vornehmen. Die Fahrten mit dem eigenen Transporter haben sich nicht mehr durch unsere Fahrtkostenpauschalen decken lassen und so sind wir froh, in Trips for Dogs einen zuverlässigen und gut organisierten Partner gefunden zu haben. Nicht nur die Vermittlungszahlen, auch die Mitglieder und Spendensummen sind in diesem Jahr erneut zurückgegangen. Dennoch kommen immer wieder neue und engagierte Ehrenamtliche dazu und Tiere in Spanien e.V. kann auch im neuen Jahr auf ein tolles Team bauen.

Nicht nur in Deutschland- auch in Spanien steht wie jedes Jahr ein tolles Team hinter Tiere in Spanien. Wir sind stolz darauf, eine so vertrauensvolle und freundschaftliche Basis mit unseren spanischen Tierheimleiterinnen Rosa und Monica zu haben. Und sind sehr froh, dass die schweren Fluten der vergangenen Wochen unsere Schützlinge und Freunde weitestgehend verschonten.

Unsere Arbeit erfüllt uns und lässt uns zum Jahresende dankbar sein für die vielen kleinen und großen Lichtblicke im vergangenen Jahr.

Ein Verein kann aber nur bestehen und erfolgreich seine Arbeit verrichten, wenn er unterstützt wird. Hier können wir weiterhin auf viele liebe Menschen bauen und möchten uns zum Ende des Jahres bei Euch bedanken.

Hiermit danken wir Euch allen, die Tiere in Spanien ausmachen – allen Adoptanten, Mitgliedern, Pflegestellen, Paten, Spendern und ehrenamtlichen Helfern.  Ohne die Unterstützung, die uns weiterhin von vielen Seiten erreicht, wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Wir wünschen allen Freunden der Tiere in Spanien eine besinnliche Weihnachtszeit, ein frohes Fest und einen ruhigen Jahreswechsel.