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Tulum heute:

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Größe: ca. 62cm
Alter: *01/2010
Verträglich mit
Rüden: nein
Hündinnen: ja
Katzen: noch nicht getestet
Bei uns seit: 31.12.2017
Aufenthaltsort: Animals Sense Sostre

Letzten Monat bekam Rosa einen Anruf von der Polizei: Sie hatten einen angefahrenen Hund auf der Autobahn entdeckt. Rosas Team machte sich sofort auf den Weg. Sie fanden Tulum vor, der heftig von einem Auto erfasst und zur Seite geschleudert wurde. Auf den ersten Blick konnten sie sehen, dass er sowohl am Kopf als auch an den Vorderbeinen schwer verletzt war. Tulum konnte sich nicht rühren, geschweige denn laufen. Zudem saß der Schock dem armen Rüden tief in den Knochen. Das Team fuhr sofort zur nächsten Tierklinik, denn es war höchste Eile geboten. Der Tierarzt machte Aufnahmen und Untersuchungen – es zeigte sich, dass Tulum ein heftiges Trauma an Kopf und der kompletten Vorderseite hatte, er war halb bewusstlos und konnte seine Beine nicht koordinieren. Er musste einige Zeit in der Klinik bleiben, damit ihm überhaupt noch geholfen werden konnte.
Es stellte sich heraus, dass Tulum gechipt war und sein Besitzer konnte ermittelt werden. Allerdings sagte der, er habe den Hund schon als Jungtier verschenkt, und zwar an einen Bekannten… und es schien, dass dieser Bekannte einen Hund hatte, den er sich als Einzelhund in seinem Kleingarten hielt, der ihm aber entlaufen sei…  Niemand wollte Tulum jetzt haben oder gar die Rechnung von der Tierklinik bezahlen. Dafür boten sie Rosa an, dass sie den Hund an sie abtreten würden – und jetzt ist Tulum offizieller Bewohner auf Rosas Gelände. Und obwohl es aussieht, als ob Tulum vom Pech verfolgt wäre, haben sich liebe Menschen gefunden, denen sein Schicksal sehr nahe ging und die für seine Behandlungskosten aufgekommen sind. Somit hat er jetzt die besten Voraussetzungen, um ein neues Glück zu finden.

Seitdem kämpft sich Tulum Stück für Stück ins Leben zurück! Die beiden Videos zeigen dies anschaulich: Unmittelbar nach dem Unfall war er desorientiert, konnte nicht laufen, war entmutigt und entkräftet. Das zweite Video zeigt, welche riesigen Fortschritte er in der doch kurzen Zeit gemacht hat. Auf den ersten Blick ist überhaupt nicht zu erkennen, dass er eine Beeinträchtigung beim Laufen hat. Es sieht fast schon normal aus, wie er an der Leine geht, was er sehr gut macht, wie er sich um seinen Zweibeiner schlängelt und sich so gerne knuddeln und streicheln lässt.
Was auf dem Video überhaupt nicht zu erahnen ist: Durch das heftige Trauma wurde auch Tulums Sehvermögen stark beeinträchtigt. Das macht ihm allerdings wenig, denn Tulum bedient sich seiner großen lackschwarzen Nase. Dadurch braucht er für alles etwas länger, denn er riecht und beschnüffelt alles und jeden Fremden erstmal ausgiebig. Deshalb sollten beim Heranführen von fremden Personen oder Tieren ruckartige oder plötzliche Bewegungen vermieden werden, so dass der liebe Rüde sich in Ruhe mit seinem Gegenüber vertraut machen kann. Da er auch lange Zeit allein in dem Kleingarten gehaust hatte, hat er einen Schutzinstinkt entwickelt, so dass genügend Zeit für neue Bekanntschaften eingeplant werden sollte. Wenn er aber jemanden kennt, fordert er sich genauso seine Streicheleinheiten und Liebkosungen ein, wie jeder andere Hund. In einer ihm vertrauten Umgebung ist er absolut lieb, herzlich und fröhlich.

Tulum hat einen Einzelzwinger bezogen, damit er weiterhin in Ruhe genesen kann. Mit Rüden hat er es nicht so, aber Hündinnen mag er sehr. Eine ruhige Hündin, die sich nichts daraus macht, von ihm im ersten Moment ausgiebig beschnüffelt zu werden, könnte ihm in einem neuen Zuhause eine wertvolle Stütze sein, um Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung zu erlangen.
Ob für den lieben Tulum alles gut wird, hängt sicherlich von einigen Faktoren ab. Aber das wichtigste für ihn ist, Menschen zu finden, die mit dem Herzen sehen und sich vorstellen können, diesem wunderschönen Rüden eine Zukunft in einem am besten ebenerdigen Zuhause zu bieten. Tulum ist in erster Linie ein Hund, der wie ein Hund behandelt werden möchte. Er braucht kein Mitleid, sondern Sicherheit und eine Familie, die genau weiß, dass diese Einschränkungen ihn besonders und vor allem liebenswert machen. Deshalb sind für ihn eine spielerische Erziehung und der Kontakt zu freundlichen sozialen Artgenossen genauso wichtig wie ein konsequentes langsam gesteigertes Training. Er könnte somit fit werden für ruhige längere Wanderungen, die ihm und seiner Familie sicherlich viel Freude machen werden. Eine ausgewogenen Ernährung, ein warmes weiches Körbchen und viele Streicheleinheiten werden Tulums Glück aufrunden. Auch wenn es noch ein längerer Weg zu gehen sein würde, aber dafür werden seine Menschen mit dem höchsten Gut entlohnt, das ein Hund zu bieten hat – mit bedingungsloser Liebe und absoluter Treue.

Fühlen Sie sich berührt und wagen diesen Schritt? Tulum ist bereits kastriert, und sobald es die Zeit erlaubt, kann er reisefertig gemacht werden und sein Köfferchen packen, um seine große Fahrt in sein Happy End anzutreten.

Tulum in der Klinik

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